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Erfinder aus Stuttgart sorgt für Aufruhr in der Kühlbranche – die großen Klimaanlagen-Hersteller sind alles andere als begeistert
Stuttgart — Was als frustgetriebenes Experiment in einer kleinen Garage in Deutschland begann, entwickelt sich gerade zu einem der meistverkauften Kühlgeräte des Landes. Die Idee ist einfach: ein kompaktes, tragbares Gerät, das jeden Raum in unter zwei Minuten herunterkühlt — mit echter Klimaanlagen-Leistung zu einem Bruchteil der üblichen Kosten.
Genau das fragte sich Thomas Berger (54), ein Wärmetechnik-Ingenieur aus der Luft- und Raumfahrt aus Stuttgart, als er im Baumarkt vor Ort auf die Preisschilder schaute.
"Ein anständiges Fensterklimagerät kostet 800 €. Ein mobiles Klimagerät kostet noch mehr. Und dann zahlt man jeden Monat 200 bis 300 € allein für den Betrieb. Ich dachte immer wieder — es muss doch eine schlauere Lösung geben."
Mit über zehn Jahren Erfahrung in der Entwicklung von Wärmeregelungssystemen für die Luft- und Raumfahrt — jener Technik, die verhindert, dass Satelliteninstrumente im Orbit schmelzen — hatte Thomas das nötige ingenieurtechnische Wissen, um etwas zu ändern.
"Das Konzept ist nicht kompliziert", sagt Berger. "In Ihrem Raum ist bereits Luft vorhanden. Der Trick besteht darin, diese warme Luft anzusaugen, sie blitzschnell zu kühlen und wieder auszustoßen — ohne Kompressor, ohne Kältemittel und ohne die Stromrechnung, die damit einhergeht."
Nach mehreren Monaten Tüftelei in seiner Garage — in denen er Luftstrom-Konfigurationen und Kühlkammer-Geometrien testete und dieselben wärmetechnischen Prinzipien anwandte, die er seine ganze Laufbahn lang entwickelt hatte — baute er einen funktionierenden Prototyp.